Tatortreiniger - Kein Job für schwache Nerven - DOKU

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DOKU Tatortreiniger:
Dieser Job ist nichts für schwache Nerven: Tatortreiniger. Sie werden gerufen, wenn Leichen länger gelegen haben - denn der Tod hinterlässt hässliche Spuren. Spuren, die unansehnlich sind, übel riechen und meist auch noch Ungeziefer anziehen. Tatortreiniger Peter Anders macht den Job schon seit sieben Jahren. Alles reine Routine? Nicht wirklich, auch er hat unangenehme Momente.

Tatortreiniger werden im Normalfall von Wohnungsbesitzern, Hausverwaltungen oder auch Angehörigen beauftragt, um Spuren an Orten von Gewaltverbrechen, Unfällen oder sonstigen Todesfällen zu beseitigen. In aufwendigen Reinigungsverfahren werden Blut, Ungeziefer und sonstige Rückstände entfernt und die Räumlichkeiten tiefen-desinfiziert, um sie wieder in einen brauchbaren Zustand zu versetzen.

Mit „einfach Putzen“ hat der Beruf des Tatortreinigers also wenig zu tun. Dazu gehören nämlich Kenntnisse des Infektionsschutzes, sachgerechte Desinfektion, Seuchenbekämpfung und sogar die Kenntnis entsprechender Gesetze (z.B. Richtlinien und DIN Normen die Hygiene betreffend).

Es geht aber bei weitem nicht nur um die fachspezifischen Kenntnisse. Nicht jeder ist für den Beruf des Tatortreinigers geeignet. Offensichtliche Voraussetzungen sind beispielsweise eine hohe Toleranz für Ekel, keine Scheu vor unangenehmen Gerüchen und ein resistenter Magen.
Starke Nerven und Belastbarkeit

...sind jedoch lange nicht die einzigen Eigenschaften, die man benötigt, um die Ausbildung erfolgreich absolvieren zu können. Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit ist unabdingbar.

Auf einer anderen Ebene hilft Professionalität im sachlichen Umgang mit dem Tod bedrückende Bilder besser zu verarbeiten. Außerdem muss man dazu in der Lage sein, sensibel und pietätvoll mit dem Verlust der Angehörigen umzugehen, wenn man mit Angehörigen in Kontakt steht. Empathische Fähigkeiten sind daher genauso wichtig wie das fachliche Know-how.
Wie wird man Tatortreiniger?

Einen festgelegten Ausbildungsweg gibt es nicht. An einigen Berufsschulen kann man sich dual zum Gebäudereiniger und in Weiterbildungen zum staatlich geprüften Desinfektor ausbilden lassen. Von einzelnen Unternehmen werden auch direkt Ausbildungen zum Tatortreiniger angeboten, so die beispielsweise von der Firma Heistermann aus Berlin.

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