Fahrzeit gleich Arbeitszeit

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  • Fahrzeit gleich Arbeitszeit

    Hallo,
    ich habe eine kleine Reinigungsfirma und wir reinigen fast ausschließlich private Haushalte in einer mittelgroßen Stadt.
    Meine Angestellten bewegen sich mit öffentlichen Verkehrsmittel von Kunde zu Kunde. Ich habe in diesem Forum gelesen, dass ich auch dem Tarifvertrag unterstehe, war mir neu, aber ist wohl so.
    Mir ist es sehr wichtig, dass alles Gesetzeskonform in der Firma läuft.
    Ich bezahle den Damen 11 € Brutto in der Stunde und sie bekommen noch 50 € Zuschuss für die Monatskarte. Alles läuft gut, aber nun habe ich gelesen, dass Fahrzeiten auch Arbeitszeiten sein sollen.
    Es fällt mir etwas schwer, mir eine Umsetzung vorzustellen. Ich könnte alle Kündigen (unter 10 MA) und Ihnen 9,55€ ohne Fahrtkostenzuschuss, aber mit bezahlter Fahrzeit anbieten. Das noch fehlende Geld muss dann vom Kunden kommen.

    Leider ist es nicht so einfach, da folgende Punkte zu beachten sind:

    Wenn Die Damen die Fahrzeit zusätzlich bezahlt bekommen, möchten sie Kunden, die möglichst weit von Ihnen entfernt sind, da sie dann an wenigsten für ihr Geld Arbeiten müssen. Zur Zeit sind natürlich die Jobs am beliebtesten, die kurze Fahrzeiten haben. Ich bin natürlich auch bemüht die Fahrzeiten möglichst kurz zu halten

    Meine Kunden bezahlten schon heute deutlich mehr bei mir, als bei Internetanbietern, die mit Subunternehmern arbeiten. Bei einer Umsetzung der RTV ist zu erwarten, dass Kunden und Arbeitsplätze verloren gehen und die Kunden sich wieder auf dem Schwarzmarkt bedienen.

    Die Reinigungskräfte, die am Besten sind und schon am längsten bei mir arbeiten, haben die kürzesten Fahrzeiten, mit der Umstrukturierung treffe ich genau diese Mitarbeiter.

    Die Integration des Themas in mein Geschäftsmodell scheint mir nicht ganz einfach und ich würde gern ein paar konstruktive Anregungen haben wollen.
  • Meine Meinung....

    Wieso fahrt ihr mit öffentlichen Mitteln? Sind die Reinigungsmaterialen vor Ort oder schleppen die die im Bus mit rum?
    Die Wegezeiten gelten nur bei Vollzeitangestellten mit 39 Std. Woche.
    Lösung 1: Zahl nach Tarif 9,55€ und zahle zusätzlich jedem noch eine Monatskarte.
    Mehrkosten sollten in dem Fall nicht auftreten.
    Lösung 2:
    Zahl weiterhin 9,55€ und nehme die gesparten 400-500€ für die Monatskarten , kauf dir ein kleines Auto... Dann nimmst du einen MA der diesen fährt und die Kollegen hin- und her fährt....natürlich hilft sie an manchen Objekten mit...
    Alles eine Sache der Koordination...
    Schmutz ist eine Ansammlung unerwünschter Substanzen auf Werkstoffoberflächen.
  • WHV1977 schrieb:

    Meine Meinung....
    Die Wegezeiten gelten nur bei Vollzeitangestellten mit 39 Std. Woche.


    Leider so nicht Richtig.

    Die fahrt zwischen zwei Arbeitsplätze unterbricht nicht die Arbeitszeit.
    Arbeitsbeginn fängt an bei betreten des ersten Kunden und ende beim verlassen des letzten Kunden.

    Solte sich in der Firma oder Sammelstelle getroffen werden so ist dort Arbeitsbeginn trifft man zich danach dort wieder endet dort auch die Arbeitszeit.

    Das zur Arbeitszeit

    Unten am Fuß kannst du errechen wie viele Stunden im Monat gearbeitet wird

    gehaltsrechner.clepo.de/

    P.S Hallo thorsim schön das du dich hier meldest und hoffe das wir dir helfen oder Gedanken Anstöße geben können
  • Das schrieb er aber nicht, es ist nicht zu erkennen, das sie sich an einer Arbeitstelle treffen.
    Müsste man,jetzt noch wissen, handelt es sich um Unterhaltsreinigungskräfte oder um führt das Personal alle anfallenden Arbeiten durch , also auch unregelmäßige stellen.
    Oder ist jede Dame fest an Objekten gebunden?
    Dann beginnt die Arbeitszeit beim Kunden und endet dort auch.
    So damit beide, also Sys und ich Recht haben:
    Zur Begründung hat das Landesarbeitsgericht ausgeführt, dass gemäß § 4 RTV das Tarifentgelt nur für die wirklich geleistete Arbeitszeit gezahlt werde. § 3 RTV lege wiederum fest, dass die zu vergütende Arbeitszeit regelmäßig an der Arbeitsstelle beginne und ende und darüber hinaus nur die zwischen Beginn und Ende der Arbeitszeit aufgewendete Wegezeit als Arbeitszeit gelte.
    Schmutz ist eine Ansammlung unerwünschter Substanzen auf Werkstoffoberflächen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von WHV1977 ()

  • Die Damen haben zum großen Teil keinen Führerschein.
    Das Parken in der Stadt kostet teilweise 0,7 € für 10 min. incl. der Parkplatzsuche und abgesehen von den Fahrzeugkosten, sind die öffentlichen Verkehrsmittel hier deutlich preiswerter, als das Delta, was man an der Fahrt sparen könnte.
    Eine Monatskarte darf ich aus steuerlichen Gründen nicht stellen, es geht um einen geldwerten Vorteil und um das sparen der Lohnnebenkosten.Die Reinigungsmittel sind beim Kunden vor Ort.

    Die Aufträge sind teilweise sehr kleinteilig. Viele nur zwei Stunden alle zwei Wochen. Die Kunden möchten keine wechselnde Reinigungsdame. So hat also jede Ihre festen Kunden.
    Die Mitarbeiter arbeiten allein und sind allein für die Zufriedenheit den Kunden verantwortlich. Wenn zwei Damen in einem Objekt arbeiten würden, wären die Fahrzeiten in Bezug auf die Arbeitszeiten auch noch höher.

    Habe ich richtig verstanden? Wenn ich eine Dame nur einen Job am Tag hat, fallen keine Fahrtkosten an, egal wie weit der Job von Ihrem Wohnort entfernt ist?
    Wenn ich den Job mit einen zweiten oder dritten verbinde, das natürlich sinnvoll für die Mitarbeiterin ist, muss ich den Weg dazwischen bezahlen?
  • zu 1.
    Eine fahrt hin und eine fahrt weg gehört zur Arbeit.
    zu 2.
    Fahrten zwischen den Kunden ist bezahlte Zeit.
    zu 3.
    Wenn du Damen findest die 2 Stunden fahren Daumen Hoch
    zu 4.
    Was du deinen Damen mehr zahlst in allen Ehren.
    zu 5.
    Die Gesamte Arbeitszeit muss vergütet werden.

    Aus den Medien ist zu entnehmen das Schwarze Schafe mit bis zu 500.000€ Strafe zu rechnen haben die versuchen dieses Mindestlohngesetz zu umgehen.
  • Also, wenn ein Mitarbeiter 45 min. (Einfachfahrt) zu seinem Einsatzort braucht und er hat nur ein Objekt an diesem Tag, dann ist nichts zu bezahlen.

    Wenn es ein zweites Objekt 5 min. entfernt, auf seinem Rückweg nachhause liegt, sind die 5 min. zu bezahlen.
    Wenn aber der zweite Job in dem Haus seines Nachbarn wäre, hätte ich 45 min zu bezahlen?
  • Das ist so alles nicht richtig.
    Unterhaltskräfte fahren von,zuhause zur Arbeit z.b.
    8-10 ihr
    Dann fahren die wieder nach Hause und arbeiten z.b nachmittags nochmal von 16-18 Uhr.
    Dann ist Beginn und Ende der jeweilige Kunde und du musst die Fahrzeiten nicht bezahlen, das gilt nur für angestellte die morgens bei,dir anfangen und abends bei dir aufhören .
    Wenn du sagst kunde 1 ist beginn zb.8 uhr, ende ist 10 uhr danach zu kunde 2 beginn 10:30uhr ende 12:30 . 12:30 ist,ende der Arbeitszeit!

    Dann zahlst du die halbe Stunde wegezeit.

    Hab ich aber oben schon erwähnt,,bzw. Den Paragraphen gepostet
    Schmutz ist eine Ansammlung unerwünschter Substanzen auf Werkstoffoberflächen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von WHV1977 ()

  • Habe ich auch so verstanden, widerspricht aber erst einmal nicht dem, was ich geschrieben habe.

    Geht es darum explizit die Fahrzeit auszuweisen, geht es um 9,55 €/h, oder haben wir inzwischen zwei Themen gemischt?

    Syslord hat gleich mit dem Mindestlohngesetz argumentiert. Gegen das verstoße ich nach meinen Zahlen zurzeit nicht,
    da ich 11€/h bezahle und die 50€ Zuschuss habe. Ich komme so auch mit Fahrzeit über den Mindestlohn.
  • Er meint das,so:
    Z.b
    Dein Mitarbeiter war 8,25 Std. Uwegs...
    Davon hat er 6 std.,gearbeitet.
    2,25 std. Sind Fahrzeit.
    Du zahlst nur arbeitszeit, dann,würde er 57,30€ verdient haben. Unterwgs war er aber 8,25 std. Zustehen tun,ihm danach 78,79€...
    Da,du ihm ja,nur,57,30€ bezahlt,hast,rechnet das gesetzt 57,30€ : 8,25 Std.so hätte er nen Stundenlohn von gerade mal 6,95€...
    Also unter Mindestlohn , du machst dich strafbar
    Schmutz ist eine Ansammlung unerwünschter Substanzen auf Werkstoffoberflächen.
  • Ich verstehe, meine Zahlen sehen aber anders aus!
    Das Brutto pro Stunde ist bei mir viel höher und die Zeiten zwischen den Kunden wurden bereits schon minimiert.

    Der Mitarbeiter arbeitet 100 Std./Monat und hat angenommen 15 Std. Fahrzeit/Monat. Er bekommt 1.150€ Brutto (100 Std. x 11€ + 50€ Fahrtkostenzuschlag).
    Er bekommt also 10€/h und ich bekomme keine Strafe?! :)
  • Hallo thor

    Zuschläge sind Einmalzahlung und können nicht zum Lohn zu Addiert werden was ist wenn du sie mal nicht zahlst?

    Arbeitsstunden = 115 x 9,55 = 1098,25 Bruttolohn

    Es geht auch einfach und natürlich bezieht sich das alles auf ein Arbeitsgang
    von wechselnde Arbeitsstellen wie Morgens und Abends hab ich nicht gelesen da hat WHV recht
  • Vielleicht habe ich etwas grundsätzliches nicht verstanden, weil der Gedanke zu einer Innung zu gehören und einen RTV zu haben neu für mich ist.

    Die Mitarbeiter bekommen vertraglich 11 €/h und vertraglich 50 € als Fahrtkostenunterstützung ich habe nie von Zuschlägen gesprochen.

    Ist es nicht erlaubt auch mehr zu bezahlen?
  • Klar was du bezahlst ist deine Sache und ich denke darum geht es nicht.

    So lange du deine Damen den Mindestlohn zahlst ist doch alles O.K

    Wie du die 50 € nennst ist egal sie zählen nicht zum Mindestlohn

    Da geht es nur um geleistete Stunden mit der richtigen Höhe zu vergüten.

    Aber eine Frage bitte
    Wie machst du das wenn am Feiertag gearbeitet werden muss und du 100% Zuschlag hast
    dann sind das an diesem Tag jede Stunde 9,55 x 2 = 19,10€ kommst du da auch mit deiner Rechnung hin.
  • Wir reinigen nicht am Feiertag, sind doch meistens private Haushalte.

    Bei den wenigen gewerblichen Kunden wird es wohl auch nicht mehr vorkommen, wenn der Aufschlag 100% ist. Da wird man dann eine andere Möglichkeit finden.

    Zugegeben, die hohen Aufschläge waren mir neu und ich hatte eben nochmals explizit danach geschaut.

    Wenn man 6 Tage die Woche arbeitet ist das i.O., aber wenn ein kirchlicher Feiertag kommt, ist es gleich x 3.
    Ist der Kirchenrat auch in der Innung, oder gibt es vielleicht einen kleinen Bischof dort! :) Die meisten Damen bei mir sind nicht einmal christlich....
  • Ja, dass wird ja immer besser, da trete ich doch gleich der Innung bei! :)

    Danke, dass Ihr mir bei den Thema so gut geholfen habt. Es bedarf also in meinem speziellen Fall keiner Änderung.
    Den Fahrtkostenzuschuss werde ich vielleicht zukünftig abschaffen und auf das Gehalt umlegen. Das finanzielle Polster für die Fahrzeiten wird dann auf jeden Fall ausreichen und ich komme nicht in den Konflikt mit dem Mindestlohn.